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DOKUMENTATION/1506: WDR - Die Wunde meiner Stadt. Asli, Duisburg und die Loveparade, 12.7.2018 (WDR)


Westdeutscher Rundfunk Köln (WDR) - Programmtip

Die Wunde meiner Stadt
Asli, Duisburg und die Loveparade

WDR-Doku mit Asli Sevindim
Ein Film von Christian Dassel und Carolyn Wißing
Donnerstag, 12. Juli 2018, 22.40 - 23.25 Uhr, WDR Fernsehen


Acht Jahre ist das Loveparade-Unglück in Duisburg nun her. Doch die alte Weisheit, die Zeit heile alle Wunden, scheint nicht zu greifen. Die Duisburger Moderatorin Asli Sevindim begibt sich in der WDR-Doku "Die Wunde meiner Stadt - Asli, Duisburg und die Loveparade" auf ihre ganz persönliche Suche nach dem Trauma ihrer Stadt.

Asli Sevindim kommt aus Duisburg. Als Moderatorin der "Aktuellen Stunde" hat sie unzählige Male mit der gebotenen Distanz über das Unglück berichtet. Doch sie leidet mit ihrer Stadt, denn Duisburg klingt nach "Loveparade". So wie Galtür nach "Lawinenunglück" klingt und New York nach "9/11". Duisburg ist eine Stadt mit trauriger Berühmtheit. "Aber wie gehen wir damit um?", fragt Asli Sevindim in der WDR-Doku "Die Wunde meiner Stadt" (12.7.2018, 22.40 Uhr, WDR Fernsehen) und gibt die Antwort selbst: "Gar nicht!"

Das möchte die Journalistin ändern und sucht gemeinsam mit Bürgern und Betroffenen, mit Sozialwissenschaftlern, Kirchenvertretern, Politikern und Traumatherapeuten nach Wegen der Aufarbeitung. Asli Sevindim besucht zahlreiche Orte im Umfeld des Unglücks und hat Fragen: Ist die Gedenkstätte am Karl-Lehr-Tunnel, weit abseits der Lebensrealität der meisten Duisburger, der richtige Ort zum Erinnern? Wie verarbeitet die Duisburg-Community im Social Web das tragische Ereignis? Inwiefern kann die Schuldfrage im Gerichtsprozess eine heilende Wirkung haben? Oder ist es am Ende die Musik, die den Duisburgern über das Unglück hinweg helfen kann?

Ihre persönliche Reise zwischen dem Ort des Geschehens, dem Gerichtssaal und dem Duisburger Traumzeitfestival, die offenen Gesprächsrunden und intensiven Einzelinterviews machen Asli Sevindim schließlich Hoffnung: "Die Wunde kann und muss geheilt werden. Duisburg hat es verdient."

Redaktion: Verena Egbringhoff, Jonas Wixforth

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Quelle:
Programmtip vom 9. Juli 2018
Herausgeber:
Westdeutscher Rundfunk Köln (Anstalt des öffentlichen Rechts)
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veröffentlicht im Schattenblick zum 12. Juli 2018

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