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PODIUM/199: Probstdorf und Wien - Hannes Hofbauer, "Feindbild Russland", 1. und 3.3.2018


Buchpräsentation des Promedia Verlages
Hannes Hofbauer: "Feindbild Russland. Geschichte einer Dämonisierung"

Donnerstag, 1. März 2018 um 19 Uhr in Probstdorf/Niederösterreich
Pfarre Probstdorf, Weihenstephansplatz 3, 2301 Probstdorf
Hannes Hofbauer: Feindbild Russland. Geschichte einer Dämonisierung

Samstag, 3. März 2018 um 10 Uhr 30 in Wien
VHS Hietzung, Hofwiesengasse 48, 1130 Wien
Hannes Hofbauer: Feindbild Russland. Geschichte einer Dämonisierung


Die Typisierung "des" Russen mit allerlei negativen Adjektiven beherrscht aufs Neue die Schlagzeilen deutschsprachiger Medien. Der dabei verwendete Singular ist ein untrügliches Zeichen für Distanz, Abscheu, Hass. Die meinungsbildenden Kräfte im Westen, so lehrt uns die Zeitgeschichte, freundeten sich mit Russland und seinen Führern nur in der Phase der Zerstörung der Sowjetunion an. Schon kurz darauf schlug die Freude über das Ende der kommunistischen Epoche in Skepsis um. Das alte Feindbild entstand neu.

Hundert Jahre nach dem Ersten Weltkrieg herrscht im Westen wieder eine russophobe Grundstimmung. Washington und Brüssel erlassen Einreiseverbote gegen Diplomaten, verhängen Sanktionen, sperren Konten, schließen Russland aus internationalen Gremien aus, boykottieren sportliche Großereignisse und mobben "Russlandversteher" in den eigenen Reihen. Ein Stellvertreterkrieg in der Ukraine verfestigt das gegenseitige Misstrauen.

Autor Hannes Hofbauer verfolgt das Phänomen der Russophobie zurück bis ins 15. Jahrhundert, als der Zar im Zuge der kriegerischen Reichsbildung gegen Nordwesten zog. Es ging um Herrschaft, Konkurrenz und Meereszugang. Der Kampf um reale wirtschaftliche und (geo)politische Macht wurde auch damals schon ideologisch begleitet: Der Russe galt seinen Gegnern als asiatisch, ungläubig, schmutzig und kriecherisch, Stereotypen, die sich über Jahrhunderte erhalten haben.

Das Feindbild-Paradigma zieht sich wie ein roter Faden durch die Rezeption Russlands im Westen. Aktuell reagiert diese empört auf die Politik des Kreml, der mit der Machtübernahme Wladimir Putins innenpolitisch auf Konsolidierung und außenpolitisch auf Selbständigkeit setzt. Die Wegmarken der neuen Feindschaft sind zahlreich. Sie reichen vom Krieg der NATO gegen Jugoslawien (1999) über die Verhaftung des Oligarchen Michail Chodorkowski (2003) und die Osterweiterung der NATO, den mit US- und EU-Geldern unterstützten "Farbrevolutionen" bis zum Krieg um die georgischen Provinzen Abchasien und Südossetien (2008) und hinterlassen die bislang tiefste Kluft im Kampf um die Ukraine (2015), die am überwunden geglaubten West-Ost-Konflikt auseinander gebrochen ist.

"Feindbild Russland" erzählt die Beziehungsgeschichte des Westens mit Russland und spürt den wirtschaftlichen und geopolitischen Grundlagen der Russophobie nach.

Der Autor
Hannes Hofbauer, geboren 1955 in Wien, studierte Wirtschafts- und Sozialgeschichte und arbeitet als Publizist und Verleger. Im Promedia Verlag sind von ihm zum Thema erschienen: "EU-Osterweiterung. Historische Basis - ökonomische Triebkräfte - soziale Folgen" (2008) und "Die Diktatur des Kapitals. Souveränitätsverlust im postdemokratischen Zeitalter" (2014).

Hofbauer, Hannes: Feindbild Russland.
Geschichte einer Dämonisierung
Promedia 2016. 304 S. 14,8 x 21
Print: EUR 19,90. ISBN: 978-3-85371-401-0
E-Book: EUR 15,99. ISBN: 978-3-85371-833-9
http://mediashop.at/buecher/feindbild-russland-2/

Das Buch ist über den Buchhandel oder direkt beim Verlag bestellbar.
Für Deutschland und Österreich übernimmt der Verlag die Versandkosten.

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Weitere Hinweise:

Eine Rezension der Redaktion Schattenblick finden Sie hier:
Schattenblick -> INFOPOOL -> BUCH -> SACHBUCH
REZENSION/658: Hannes Hofbauer - Feindbild Russland (SB)
http://www.schattenblick.de/infopool/buch/sachbuch/busar658.html

PROMEDIA AUF DER BUCHMESSE LEIPZIG
Donnerstag, 15. März bis Sonntag, 18. März 2018
Messegelände, Halle 4, Stand D 206

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Quelle:
Promedia Verlag im März 2018
Wickenburgg. 5/12, A-1080 Wien
Tel.: 0043/1/405 27 02, Fax: 0043/1/405 27 02 -22
E-Mail: promedia@mediashop.at
Internet: www.mediashop.at - www.verlag-promedia.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 14. Februar 2018

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